Wintercheck fürs Auto

Frau prüft Profiltiefe beim Winterreifen
Foto: ginasanders / depositphotos.com

Der Winter ist nicht gerade die liebste Jahreszeit für Autofahrer, weil Schnee und Eis eine besondere Herausforderung für das Fahrzeug darstellen. Wer sicher durch die kalte Saison kommen möchte, sollte das Auto vorher noch einmal genau unter die Lupe nehmen. Vieles davon lässt sich problemlos mit dem richtigen Werkzeug selbst erledigen.

Winterreifen nicht vergessen

Der wohl wichtigste Punkt überhaupt beim Wintercheck sind die Räder. In Deutschland ist es nicht per se Vorschrift, dass man ab einem bestimmten Tag und somit rechtzeitig vor dem Einbruch des Winters von den Sommerreifen auf Winterreifen wechseln muss. Stattdessen gibt es eine sogenannte situative Winterreifenpflicht.

Sobald auf der Straße Schnee liegt oder die Fahrbahn aus anderen Gründen glatt ist, sollte man nur noch mit Winterreifen fahren, die ein ausreichend tiefes Profil aufweisen.

Die Winterreifen kann man mit dem nötigen Werkzeug und etwas Geschick selbst wechseln oder man lässt das Auto mitsamt der Reifen von der Werkstatt begutachten. Hier kostet der Reifenwechsel in der Regel nicht viel und er Fachmann kann sogleich prüfen, ob sie noch ausreichend sicher sind.

Füllstände und Scheibenwischer kontrollieren

Das Kühlwasser und das Wischwasser sollten kontrolliert werden. Zum einen müssen die Füllstände hoch genug sein und zum andere füllt man ein Frostschutzmittel ein, damit die Flüssigkeit nicht gefriert.

Die Scheibenwischer sollten das ganze Jahre über einwandfrei funktionieren. Im Zuge des Winterchecks bietet es sich an, dass man den Zustand genauer kontrolliert. Sitzen die Aufsätze an Ort und Stelle? Quietschen oder scheuern die Scheibenwischer? Nur wenn die Scheibenwischer sich geräuschlos und ohne Widerstand bewegen, kann man sie so belassen.

Scheibenwischer nutzen sich nach einigen Monaten oder Jahren – je nach Qualität sowie Häufigkeit der Nutzung – ab. Daher lohnt es sich, die Wischblätter auszutauschen. Manchmal reicht es schon, wenn man eine kleine Schraube festzieht, welche die beiden Elemente miteinander verbindet.

Licht muss einwandfrei funktionieren

Das Licht muss sowohl hinten als auch vorne und an beiden Seiten einwandfrei funktionieren. Weil es im Winter früher dunkel wird und man wegen Nebel und Schnee eine schlechtere Sicht hat, nutzt man das Licht umso häufiger.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Scheinwerfer nicht falsch eingestellt sein dürfen, um niemanden zu blenden (§ 50, Abs. 3 und 6 der Straßenverkehrsordnung).

Tipp: die Polizei führt jeden Herbst in vielen Bundesländern regelmäßig Lichtkontrollen durch. Ein falsch eingestellter Scheinwerfer wird dann mit einem Verwarnungsgeld bestraft.

Lautet ein Licht nicht mehr so hell wie gedacht oder lässt sich gar nicht mehr anschalten, sollte man dringend eine Autowerkstatt oder eine Mietwerkstatt aufsuchen. Der Wechsel dauert nicht lange und bewahrt einen sowohl für Unfällen als auch vor einer Verwarnung durch die Polizei.

Türdichtungen vor dem Einfrieren schützen

Die Türen eines Autos können zufrieren, wenn sich Autobesitzer nicht rechtzeitig um einen entsprechenden Frostschutz kümmert. Die Türgummis sowie die Gummis an den Heckklappen werden mit einem Silikonöl oder einer Gummipflege eingerieben, damit sich hier keine Feuchtigkeit festsetzen kann.

Generell sollten die Türdichtungen vor dem Winter gereinigt und kontrolliert werden. Ist eine Dichtung spröde geworden oder löst sich, wird sie sofort ausgetauscht. Dann verliert das Auto weniger Wärme und das Risiko der Vereisung von Dichtungen sinkt.

Die Autobatterie checken

Die Autobatterie reagiert mitunter empfindlich auf Kälte. Das gilt insbesondere, wenn es sich um ein altes Modell handelt, das schon oft geladen und entladen wurde. Bei niedrigen Temperaturen kann es passieren, dass die Batterie leerläuft. Das passiert häufig, wenn man immer nur kurze Strecken fährt. Ein Batterieladegerät für zuhause kann gerade bei älteren Batterien eine gute Investition sein.

Falls man die Batterie schon länger ersetzen wollte, ist die Zeit vor dem Winter dafür geeignet. Gerade zur kalten, dunklen Jahreszeit ist es nicht gerade angenehm, wenn man draußen auf Hilfe warten muss, die einem die Batterie zumindest teilweise wieder lädt.

Lack und Karosserie pflegen

Vor dem Winter wird das Auto noch einmal gründlich gereinigt – und das am besten außen und innen. Meistens befinden sich noch Reste vom Sommer und Herbst an den Scheiben und der Karosserie. Ob tote Fliegen, Pollen oder andere Hinterlassenschaften – all diese Dinge sollten auf keinen Fall auf der Oberfläche verbleiben.

Sowohl die Nässe als auch das Streusalz und die tiefen würden dem Lack im Winter zusetzen. Deshalb wird das Auto nicht nur gewaschen, sondern auch gewachst. Die Wachschicht schützt den Lack zuverlässig und bietet eine sanfte Barriere.